Mit 13 Monaten ist das zweite Nickerchen wie ein Besuch, der nicht sagt, ob er bleibt. An manchen Tagen schläft dein Kind zweimal. An anderen verschwindet der Nachmittagsschlaf und beim Abendessen fällt alles auseinander.
Die meisten Kinder schlafen mit 13 Monaten noch besser mit zwei Nickerchen. Trotzdem ist jetzt ein guter Zeitpunkt, auf einen echten Übergang zu einem Nickerchen zu achten. Beginne mit zwei. Ziehe den Wechsel erst in Betracht, wenn sich dieselben Anzeichen 10 bis 14 Tage lang wiederholen.
Wie viel Schlaf braucht ein 13 Monate altes Kind?
Kinder zwischen 1 und 2 Jahren sollten in 24 Stunden meist 11 bis 14 Stunden schlafen, Nickerchen eingeschlossen.1 Mit 13 Monaten sind etwa 13 bis 13,5 Stunden ein sinnvoller Ausgangspunkt: oft 10,5 bis 11,5 Stunden nachts und 2 bis 2,5 Stunden tagsüber.
Das ist keine Prüfung. Eine systematische Übersichtsarbeit fand eine große Bandbreite bei normalem Schlaf. Klein- und Vorschulkinder schliefen im Mittel 11,9 Stunden, doch die beobachtete Spanne war deutlich größer.2 Achte auf Stimmung, Einschlafen, nächtliches Aufwachen und die Summe mehrerer Tage.
Unser Ratgeber zum Schlafbedarf zeigt die vollständigen Bereiche. Die Tabelle der Wachzeiten hilft beim Abstand zwischen den Nickerchen.
Wachzeiten mit 13 Monaten
Für die Tagesplanung sind etwa 3 Stunden 15 Minuten bis 4 Stunden 30 Minuten zwischen den Schlafphasen hilfreich. Viele Tage mit zwei Nickerchen liegen bei ungefähr 3,5 bis 4 Stunden pro Abschnitt.
Wachzeiten sind Planungshilfen, keine biologischen Fristen. Schlafdaten echter Familien zeigen deutliche Unterschiede zwischen Kindern und von Tag zu Tag.3 Wenn dein Kind zufrieden ist und gut schläft, musst du kein Zeitfenster verlängern, nur damit es zu einer Tabelle passt.
Der deutlichste Hinweis zeigt sich am Tagesende. Späteres Zubettgehen hängt bei kleinen Kindern mit kürzerem Nachtschlaf zusammen, während die morgendliche Aufstehzeit meist stabiler bleibt.3 Wenn das zweite Nickerchen den Abend immer weiter nach hinten schiebt, braucht der Tag vielleicht eine Anpassung.
Beispiel für zwei Nickerchen mit 13 Monaten
Nutze diesen Tag als Ausgangspunkt und verschiebe ihn passend zur tatsächlichen Aufstehzeit.
| Uhrzeit | Aktivität |
|---|---|
| 6:30 Uhr | Aufstehen |
| 7:00 Uhr | Frühstück |
| 9:45 Uhr | Nickerchen 1 (60 bis 75 Minuten) |
| 11:00 Uhr | Aufstehen, Snack und Spielen |
| 12:30 Uhr | Mittagessen |
| 14:30 Uhr | Nickerchen 2 (45 bis 60 Minuten) |
| 15:30 Uhr | Aufstehen, Snack und Spielen |
| 17:45 Uhr | Abendessen |
| 18:30 Uhr | Abendroutine |
| 19:00 Uhr | Schlafenszeit |
Dieser Tagesablauf schützt ungefähr zwei Stunden Tagschlaf, ohne dass das zweite Nickerchen zu spät endet. Dauert das erste zwei Stunden, kannst du das zweite kürzen. Endet das erste früh, biete den nächsten Schlaf früher an, statt dein Kind nur für die Uhr wach zu halten.
Wann kann ein Nickerchen mit 13 Monaten funktionieren?
Dreizehn Monate liegen am frühen Rand des Übergangs von 2 auf 1 Nickerchen. Die Forschung bestätigt, dass sich der Tagschlaf schrittweise bündelt, doch der Zeitpunkt unterscheidet sich deutlich von Kind zu Kind.4 Ein klinisches Fachbuch zum Kinderschlaf ordnet den Wechsel in eine breite Spanne von 12 bis 18 Monaten ein.5
Ändere nicht wegen eines einzigen verweigerten Nickerchens alles. Suche nach einem Muster:
- Das zweite Nickerchen wird fast täglich zwei Wochen lang verweigert oder beginnt so spät, dass sich der Abend verschiebt.
- Beide Nickerchen finden statt, aber das Einschlafen dauert abends länger als 30 Minuten und wird immer später.
- Dein Kind bleibt bis zum späten Vormittag zufrieden und bricht nicht vor dem Mittagessen ein.
- Ein Tag mit einem Nickerchen führt zu langem Mittagsschlaf und einer guten Nacht, nicht zu einem Zusammenbruch um 16 Uhr.
Passen diese Zeichen, teste ein Nickerchen nach einer erholsamen Nacht. Unser Ratgeber für den Wechsel zu einem Nickerchen erklärt den gesamten Übergang.
Übergangstag mit einem Nickerchen
| Uhrzeit | Aktivität |
|---|---|
| 6:30 Uhr | Aufstehen |
| 7:00 Uhr | Frühstück |
| 9:30 Uhr | Snack und Zeit draußen |
| 11:15 Uhr | Frühes Mittagessen |
| 11:45 Uhr | Nickerchen (1,5 bis 2,5 Stunden) |
| 13:45 Uhr | Aufstehen, Snack und Spielen |
| 17:15 Uhr | Abendessen |
| 18:15 Uhr | Abendroutine |
| 18:45 Uhr | Schlafenszeit |
Die frühe Schlafenszeit übernimmt hier eine wichtige Aufgabe. Mit nur einem Nickerchen erreicht ein 13 Monate altes Kind nicht immer die bisherige Schlafenszeit. Den Abend 30 bis 60 Minuten vorzuziehen ist meist besser, als um 16 Uhr einen zweiten Schlaf zu erzwingen.
Einige Wochen können beide Tagesformen enthalten. Das ist normal. Wähle nach sehr frühem Aufstehen oder einem kurzen ersten Schlaf zwei Nickerchen. Probiere nach einer guten Nacht eines, wenn dein Kind entspannt bis zum Mittagessen kommt.
Entscheiden, ohne jeden Morgen zu raten
Notiere zwei Wochen lang vier Dinge: Aufstehzeit, beide Schlafversuche, tatsächliche Dauer und Einschlafzeit am Abend. Drei schwierige Tage können Zahnen, Krankheit, Reise oder normale Schwankung sein. Zwei Wochen zeigen ein Muster besser.
Bewerte den Tagesplan nicht allein nach einem verweigerten Schlaf. Betrachte alle 24 Stunden. Ein Tag mit einem Nickerchen kann auf Papier ordentlich aussehen und trotzdem nicht passen, wenn er zu nächtlichem Aufwachen, Morgenstunden ab 5 Uhr oder sehr schwierigen Nachmittagen führt.
Hier lohnt sich ein Schlafprotokoll. Die hilfreiche Frage lautet nicht: „Ist Nickerchen 2 heute ausgefallen?“, sondern: „Wie war die Nacht an den Tagen ohne Nickerchen 2?“
Häufige Schlafprobleme mit 13 Monaten
Das Nickerchen am Vormittag klappt, das am Nachmittag verschwindet. Begrenze das erste einige Tage auf etwa 60 Minuten und biete das zweite etwas früher an. Scheitert es zwei Wochen lang weiter, teste einen Schlaf.
Ein Nickerchen klappt, aber die Nacht wird schlechter. Vielleicht beginnt es zu früh oder ist zu kurz und hinterlässt ein riesiges letztes Wachfenster. Verschiebe es langsam Richtung Mittag, ziehe die Schlafenszeit vor oder kehre einige Wochen zu zwei Nickerchen zurück.
Das Einschlafen dauert plötzlich ewig. Prüfe vor dem Wort Regression, wann das zweite Nickerchen endet. Zeitpunkt und Dauer des Tagschlafs können den Nachtschlaf kleiner Kinder beeinflussen.6
Nach Reise oder Krankheit hat sich alles verändert. Stelle den früheren Tagesablauf einige Tage wieder her, bevor du von einem Übergang ausgehst. Eine vorübergehende Störung ist keine Entwicklungsveränderung.
Eine einfache, vertraute Abendroutine
Eine gleichbleibende Routine kann Babys und Kleinkindern helfen, schneller einzuschlafen und nachts seltener aufzuwachen.7 Sie muss nicht aufwendig sein. Schlafanzug, Zähne, ein Buch, ein Lied, Bett.
Behalte die Reihenfolge auch bei früherem Beginn. Während des Übergangs sagt diese vertraute Folge deinem Kind, was als Nächstes kommt, selbst wenn der Tag weniger vorhersehbar war.
Häufige Fragen
Sind 13 Monate zu früh für ein Nickerchen?
Nicht immer, aber es ist früh. Die meisten Kinder brauchen noch zwei. Ein Versuch mit einem Nickerchen ist sinnvoll, wenn das zweite 10 bis 14 Tage lang ausfällt, den Abend verschiebt und dein Kind den längeren Vormittag gut bewältigt.
Soll ich mein Kind vom ersten Nickerchen wecken?
Manchmal. Wenn ein langer erster Schlaf den zweiten verdrängt und den Abend verschiebt, begrenze ihn eine Woche auf etwa 60 Minuten. Kommt der zweite zurück und werden die Nächte besser, passen zwei Nickerchen noch.
Welche Schlafenszeit passt mit 13 Monaten?
Viele Familien landen zwischen 19 und 20 Uhr, mit früherem Zubettgehen nach kurzem Schlaf oder an Übergangstagen. Die richtige Zeit lässt genug Raum für die Nacht, ohne einen langen Einschlafkampf.
Wie lange sollte ich eine Änderung testen?
Gib einer kleinen Anpassung 5 bis 7 Tage, sofern dein Kind nicht deutlich erschöpft ist. Für die Entscheidung, ein Nickerchen zu streichen, sammle etwa zwei Wochen Beobachtungen. Längsschnittstudien zeigen eigene Schlafverläufe bei jedem Kind. Ein schwieriges Wochenende ist deshalb wenig Beweis.8
Quellen
1. Paruthi S, Brooks LJ, D'Ambrosio C, et al. "Recommended Amount of Sleep for Pediatric Populations: A Consensus Statement of the American Academy of Sleep Medicine." J Clin Sleep Med. 2016;12(6):785-786. PubMed Central
2. Galland BC, Taylor BJ, Elder DE, Herbison P. "Normal Sleep Patterns in Infants and Children: A Systematic Review of Observational Studies." Sleep Med Rev. 2012;16(3):213-222. PubMed
3. Mindell JA, Leichman ES, Composto J, et al. "Development of Infant and Toddler Sleep Patterns: Real-World Data from a Mobile Application." J Sleep Res. 2016;25(5):508-516. Wiley
4. Staton S, Rankin PS, Harding M, et al. "Many Naps, One Nap, None: A Systematic Review and Meta-Analysis of Napping Patterns in Children 0-12 Years." Sleep Med Rev. 2020;50:101247. PubMed Central
5. Mindell JA, Owens JA. A Clinical Guide to Pediatric Sleep: Diagnosis and Management of Sleep Problems. 3rd ed. Wolters Kluwer; 2015.
6. Nakagawa M, Ohta H, Nagaoki Y, et al. "Daytime Nap Controls Toddlers' Nighttime Sleep." Sci Rep. 2016;6:27246. PubMed Central
7. Mindell JA, Telofski LS, Wiegand B, Kurtz ES. "A Nightly Bedtime Routine: Impact on Sleep in Young Children and Maternal Mood." Sleep. 2009;32(5):599-606. PubMed Central
8. Iglowstein I, Jenni OG, Molinari L, Largo RH. "Sleep Duration from Infancy to Adolescence: Reference Values and Generational Trends." Pediatrics. 2003;111(2):302-307. PubMed




